BSV Berg im Gau - Spvgg Wiesenbach 2:1
0:1 (38.) Steffen Brennig, 1:1 (54.) Tobias Nabe, 2:1 (60.) Tobias Nabe
Zusch.: 200
“Vielleicht sollten wir nächste Woche mal von Beginn an mit nur 10 Mann spielen, dann haben wir mehr Platz auf dem Spielfeld”, schmunzelte Stefan Vogl nach dem Heimsieg gegen die SpVgg Wiesenbach. “Nein! Spaß beiseite, wir haben heute bis zum letzten gekämpft und absolut verdient gewonnen”, erklärte er letztlich.
Die Berg im Gauer kamen aus der Kabine und die 200 Zuschauer konnten von Beginn an sehen, dass die Hausherren das Spiel heute unbedingt gewinnen möchten. Bereits in den ersten 20. Spielminuten hatten die Berg im Gauer gute Tormöglichkeiten und die Führung wäre drin gewesen. Allerdings schlecht für den BSV: Abwehrspieler Johannes Heinrich musste aufgrund einer Muskelverletzung bereits nach 12 Minuten ausgewechselt werden.
Ab der 20. Spielminute nahmen auch die Gäste mehr am Spiel teil, so dass mehr Spannung aufkam. BSV-Keeper Wolfgang Seel hatte bis zur 26. Spielminute einen sehr ruhigen Nachmittag, denn erst hier kamen die Gäste erstmals gefährlich vor sein Gehäuse, vergaben allerdings ihre erste Chance.
In der Schlussphase der ersten Hälfte überschlugen sich dann fast die Ereignisse:
Nach einem katastrophalen Abwehrfehler in der 38. Spielminute brachte Jürgen Grammer einen Wiesenbacher im Strafraum zu Fall. Die Folge: Strafstoss und die rote Karte für den Übergangslibero, da der etatmäßige Libero Thomas Sutner ebenfalls wegen einer roten Karte aus dem letzten Spiel gesperrt war. Den Foulelfmeter konnte der Wiesenbacher Steffen Brennig sicher verwandeln.
Die Gastgeber wirkten nach dem Rückstand überhaupt nicht geschockt und wollten noch vor dem Seitenwechsel den Ausgleich. In der 45. Spielminute wurde BSV-Stürmer Stefan Vogl vom Gästekeeper Josef Schuster von dem Beinen geholt. Folgerichtig: Strafstoss für die Berg im Gauer und die gelbe Karte für den Schlussmann. Spielertrainer Holger Heimisch legte sich den Ball am Elfmeterpunkt zurecht. Josef Schuster ahnte allerdings die Ecke und konnte den Ball, zum Entsetzen aller BSV-Anhänger, abwehren.
Die Berg im Gauer kamen mit ungebrochenen Elan aus der Kabine und wollten, auch mit einem Mann weniger, das Spiel unbedingt noch drehen. In der 54. Minute bediente der Ex-Steingriffer Sebastian Kraus, nach einem Freistoß, Tobias Nabe der gekonnt zum Ausgleich einschoss. Der Offensivdrang der Berg im Gauer nahm nicht ab und sie wollten die Führung, so dass schon 6 Minuten nach dem Ausgleich, Tobias Nabe wieder am richtigen Fleck stand und die Führung für die Hausherren erzielte. In der Folgezeit erhöhten die Gäste aus Wiesenbach natürlich den Druck nach vorne und die Gastgeber ließen leicht federn, da die Kraftanstrengung mit einem Mann weniger, in dem doch temporeichen Spiel, erheblich war. Allerdings konnte die Berg im Gauer noch einige Nadelstiche durch Konter setzen, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt waren. Auch die Abwehr stand in dieser Phase des Spiels weitgehend sicher.
In der Schlussphase hatten die Berg im Gauer das Glück des Tüchtigen. In der 81. Spielminute kam der Wiesenbacher Martin Böck freistehend aus 8 Meter zum Schuss. BSV Keeper Wolfgang Seel konnte den Ball, mit einem Weltklassereflex, an den Querbalken lenken und so die Situation entschärfen. Keine 5 Minuten später Freistoss für Wiesenbach und auch hier trafen die Gäste wieder nur das Aluminium.
Aufgrund der absoluten Überlegenheit war der Sieg des BSV Berg im Gau, auch wenn sie in der Schlussphase ein wenig Glück hatten, absolut verdient. Die Mannschaft hatte wieder den Siegeswillen und trat mit der dementsprechenden Körpersprache auf, so das von Beginn an klar war, wer das Spiel heute gewinnen wird. Zudem muss man die Moral der Mannschaft absolut loben. Nach einem Rückstand, mit einem Mann weniger und dem verschossenen Elfmeter, praktisch mit dem Halbzeitpfiff, hätten wohl einige Mannschaften den Kopf in den Sand gesteckt. Aber nicht so der BSV Berg im Gau! Die Berg im Gauer konnten sich durch den Sieg auf den 8. Tabellenplatz vorarbeiten. Sie sind Punktgleich mit dem Tabellenfünften, allerdings haben sie das schlechteste Torverhältnis von den vier punktgleichen Mannschaften. Am nächsten Sonntag tritt der BSV beim TSV Meitingen an.
Christian Bielmeier